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Spekulation um negative Zinsen drückt Schweizer Franken

Die SNB verfolgt eine Untergrenze von 1,20 Franken zu Euro als Ziel

Die SNB verfolgt eine Untergrenze von 1,20 Franken zu Euro als Ziel

Wiederaufgeflammte Spekulationen um negative Leitzinsen in der Schweiz haben den Franken am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Der Dollar kletterte auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 0,9394 Franken, der Euro stieg binnen Minuten auf 1,2117 Franken von 1,2073 Franken.

Geschürt wurden die Spekulationen von einem Bericht des "Wall Street Journal". Darin bekräftigte der Schweizer Notenbanker Thomas Moser, dass die SNB offen für negative Leitzinsen sei. Sein Haus habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass es dieses Instrument einsetzen werde, sollte es notwendig sein.

Die SNB verteidigt seit drei Jahren eine Untergrenze von 1,20 Franken zum Euro. Eine stärkere Aufwertung des Frankens würde der Notenbank zufolge die Preisstabilität gefährden und hätte schwerwiegende Folgen für die Schweizer Wirtschaft. Bisher hat die Nationalbank den Mindestkurs mit dem Kauf von Devisen durchgesetzt.

Die Schweizerische Nationalbank habe jedoch immer wieder betont, dass sie bei Bedarf zur Durchsetzung des Mindestkurses weitere Massnahmen ergreifen würde, erklärte ein Sprecher der Nationalbank am Mittwoch. SNB-Präsident Thomas Jordan habe in diesem Zusammenhang in Interviews schon mehr als einmal Negativzinsen als Beispiel erwähnt.

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