In der Begründung hiess es, der 53-Jährige zeige "mit seinem herausragenden Erfolg, wie dynamische Schwellenländer dazu beitragen können, die globale Krise des von Menschen verursachten Klimawandels zu überwinden."

Überdies sei er 2005 massgeblich an der Verabschiedung des Gesetzes für erneuerbare Energien in China beteiligt gewesen. Stiftungsdirektor Ole von Uexküll meinte in der schwedischen Hauptstadt: "Wir wollen diese Kräfte für erneuerbare Energien in China stärken." Huang erhält einen nicht dotierten Ehrenpreis.

Die anderen drei Alternativen Nobelpreise gehen an die US-Hebamme May Gaskin, die Menschenrechtlerin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad sowie die internationale Bauernhilfsorganisation Grain. Die drei Auszeichnungen der Stiftung Right Livelihood Award ("Preis für richtige Lebensführung" ) sind mit insgesamt 150'000 Euro dotiert.

Der etwas andere Nobelpreis

Der als Alternativer Nobelpreis bekanntgewordene "Right Livelihood Award" ehrt Personen und Organisationen, die Lösungen für drängende Probleme unserer Zeit gefunden haben. Ausgezeichnet werden Leistungen aus den Bereichen Menschenrechte, Armutsbekämpfung, Frieden, Umweltschutz, Kultur sowie alternative Technologien und Wirtschaftsmodelle.

Der Preis wird seit 1980 jährlich im Dezember kurz vor der Vergabe der traditionellen Nobelpreise im Stockholmer Reichstag überreicht. Er ist mit insgesamt 150'000 Euro dotiert.

Hinter der Vergabe steht die Stiftung "Right Livelihood Award Foundation", die der deutsch-schwedische Publizist Jakob von Uexküll gegründet hat. Er wollte damit eine Alternative zu den traditionellen Nobelpreisen schaffen, die nach seiner Meinung zu sehr die Interessen der reichen Welt widerspiegeln.

Briefmarkensammlung als Finanzierungsquelle

Uexküll, der aus einem baltischen Adelsgeschlecht stammt, hat den Preis durch den Verkauf einer wertvollen Briefmarkensammlung finanziert.

Die Preisträger sind oft international relativ unbekannt. 2010 wurde der brasilianische Bischof mit österreichischen Wurzeln, Erwin Kräutler, geehrt, der sich für die Rechte indianischer Ureinwohner einsetzt.

Preise gingen auch an die israelisch-palästinensische Ärzteorganisation "Mediziner für Menschenrechte", Nnimmo Bassey von der Umweltschutzorganisation "Friends of The Earth Nigeria" und Shrikrishna Upadhya, der die Selbsthilfe der armen Landbevölkerung in Nepal organisiert.