Finanzkrise

Société Générale will Schulden beim Staat tilgen

Die Zentrale der Société Générale in Paris (Archiv)

Die Zentrale der Société Générale in Paris (Archiv)

Nach der BNP Paribas erhöht auch die französische Grossbank Société Générale das Kapital, um staatliche Hilfen zurückzuzahlen. Das Kapital werde um 4,8 Mrd. Euro aufgestockt, teilte die Société Générale in Paris mit.

Damit würden die 3,4 Mrd. Euro Kapitalhilfen des Staates getilgt und Mittel für Firmenzukäufe aufgenommen. Eine neue Aktie soll 36 Euro kosten, ein Rabatt von fast 27 Prozent auf den Schlusskurs von Montagabend. Für neun alte Aktien würden zwei neue Papiere angeboten. Die Zeichnungsfrist läuft vom 9. bis 20. Oktober.

Vergangene Woche hatte schon die BNP Paribas eine Kapitalerhöhung um 4,3 Mrd. Euro eingeleitet, um sich vom Staat freizukaufen. Der Branchenprimus hatte 5,1 Mrd. Euro vom Staat erhalten.

Wie die Société Générale musste sich die BNP Paribas dafür verpflichten, die Wirtschaft mit Krediten zu versorgen, für 2008 keine Boni an Manager zu zahlen und die Entlohnung der Aktienhändler zu ändern. Insgesamt hatte der Staat den Banken mit mehr als 20 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen.

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