Reichster Mann der Welt bleibt der Mexikaner Carlos Slim Helú. Der 71-jährige mexikanische Telekommunikations-Unternehmer führt die am Mittwoch in den USA veröffentlichte Liste mit mehr als 74 Milliarden Dollar an.

Das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» erstellte die Liste im laufenden Jahr zum 25. Mal. Auch auf Platz zwei und drei hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert: Hinter Slim folgen der Microsoft-Gründer Bill Gates mit 56 Milliarden Dollar und der Investor Warren Buffett mit 50 Milliarden Dollar.

Bertarelli reichster Schweizer

Reichster Schweizer ist Ernesto Bertarelli, der frühere Besitzer des Biotech-Unternehmens Serono (10 Milliarden Dollar). Er belegt den 81. Rang der Liste. 2010 hatte er - mit dem gleichen Betrag - noch den 64. Platz inne.

Der nächste Schweizer auf der Liste ist auf Platz 154 Hansjörg Wyss, der mit dem Medizintechnik-Unternehmen Synthes reich geworden ist. Er wird mit 6,4 Milliarden geführt. Insgesamt nannte Forbes neun Schweizer Milliardäre und Milliardärinnen, im Vorjahr waren es es noch elf gewesen.

Der älteste Milliardär weltweit ist der 100-jährige Schweizer AMAG-Gründer Walter Haefner (268./4 Milliarden). Jüngster Superreicher ist nicht mehr der 26-jährige Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (52./13,5 Milliarden), sondern sein acht Tage jüngerer Kompagnon Dustin Moskovitz (420./2,7 Milliarden).

Mehr Milliardäre in Asien

«Die Liste repräsentiert die Weltwirtschaft: Nicht überall geht es aufwärts», sagte Steve Forbes. Noch nie seien so viele Milliardäre auf der Liste gewesen. «Zusammen besitzen sie 4,5 Billionen Dollar - das ist mehr als die Wirtschaftskraft von Deutschland.»

Allerdings sei der Trend klar: «Vor zehn Jahren kam die Hälfte der Milliardäre aus den USA, heute ist es noch ein Drittel.» Asien habe jetzt mehr Milliardäre als Europa. Und die Hauptstadt der Superreichen ist nicht mehr New York, sondern Moskau.

Facebook hat für gleich sechs Milliardäre in der Liste gesorgt. Beim Vermögen liegt Moskovitz gleichauf mit Donald Trump und Oprah Winfrey.