Wie viele Menschen 2014 in die Schweiz eingewandert sind, ist noch unklar. Neue Zahlen des Bundes geben allerdings Hinweise auf die Entwicklung, berichtet die „Schweiz am Sonntag“. So wurden 2014 so viele langfristige Arbeitsbewilligungen an EU-Bürger erteilt wie noch nie. 65 500 Personen erhielten im vergangenen Jahr eine sogenannte B-Bewilligung. 2013 – ein Rekordjahr der Zuwanderung – waren es 5000 Personen weniger, 2010 sogar 13 000 weniger. Ein Grund für die steigende Zahl ist, dass Personen aus den EU-8-Staaten nicht mehr unter die Ventilklausel fallen. Damit können Erwerbstätige aus Ländern wie Polen, Tschechien oder Ungarn seit dem 1. Mai wieder ohne Einschränkungen in der Schweiz arbeiten. Der Wegfall der Klausel zeigt Wirkung: Die Aufenthaltsbewilligungen vervielfachten sich von 2200 auf 10 500.

Personen aus den EU-8-Staaten sind zu 70 Prozent im Dienstleistungsbereich tätig. Anders als Einwanderer aus den alten EU-Ländern arbeiten sie viel öfters in der Landwirtschaft Anders haben sich die langfristigen Bewilligungen für Personen aus den alten EU-Ländern, den EU-17 Staaten, entwickelt. Die Zahl sank von 58 300 auf 55 000. Doch die EU-8-Staaten machen diesen Rückgang mehr als wett. Ob damit im vergangenen Jahr tatsächlich mehr Personen in die Schweiz gewandert sind als 2013, bleibt abzuwarten. Schliesslich wird die Zuwanderung auch von der Zahl der Auswanderer, den Familiennachzügen und Einwanderern ausserhalb der EU beeinflusst.