Bei moneyhouse.ch lassen sich allerlei persönliche Daten von Privatpersonen abrufen. Wer diese Informationen über sich selbst von der Plattform gelöscht haben will, muss sich darum bemühen.

Auf der Moneyhouse-Homepage findet man keine konkrete Anleitung, wie ein Löschvorgang angegangen werden soll. Scrollt man sich durch die Webseite, entdeckt man ganz unten versteckt einen Link zu den Kontaktangaben von Moneyhouse. Lediglich Adresse und Telefonnummer und ein Kontaktformular für Fragen und Anregungen zum Unternehmen sind dort abzurufen. Ein Anruf scheint die einfachste Variante zu sein.

Die Telefonistin der Moneyhouse-Hotline erklärt routiniert, dass die Löschung der Daten nur via E-Mail an info@moneyhouse.ch beantragt werden kann. Oder man kann das Begehren per Kontaktformular einreichen. «Gemäss Datenschutzgesetz ist vorgesehen, dass Löschungsbegehren schriftlich zu erfolgen haben», erklärt Sacha Wigdorovits, Sprecher des Unternehmehns. «Moneyhouse möchte es Personen, die ihre Daten gelöscht haben wollen, aber möglichst einfach machen und akzeptiert deshalb auch eine Löschung per E-Mail.» Wichtig sei aber der klare Nachweis, dass es sich bei jener Person, die das E-Mail schicke auch wirklich um die gleiche handle, deren Daten gelöscht werden sollen.

Aufgrund der Medienberichterstattung über die Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts, sei die Anzahl Löschanfragen leicht angestiegen, sagt Wigdorovits. Einen Imageschaden habe das Unternehmen aber nicht erlitten, betont er. «Das Entscheidende ist, dass Moneyhouse vor Bundesverwaltungsgericht Recht bekommen hat.»

Und der Selbsttest zeigt, dass das Unternehmen Wort hält. Am nächsten Tag sind die Daten aus der Moneyhouse-Datenbank verschwunden.