Mit einem Pro-Kopf-Konsum von 11,7 Kilogramm Schokolade gehören die Schweizer europaweit zur Spitze. Gleich verhält es sich, wenn es darum geht, überflüssige (Schoggi-)Pfunde loszuwerden, Muskeln und Körper zu stählen: Jeder siebte Konsument ist hierzulande Mitglied in einem Fitnesscenter. Das zeigt der deutsche Unternehmensdienstleister Edelhelfer in seiner aktuellen Studie «Fitness in der Schweiz». Damit liegt die Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Ländern auf dem dritten Platz (siehe Grafik). 

So viele Schweizer gehen ins Fitnesscenter

So viele Schweizer gehen ins Fitnesscenter

Die Studie, die der «Nordwestschweiz» exklusiv vorliegt, bringt weitere interessante Erkenntnisse hervor:

Von den schweizweit 1,1 Millionen Fitnesscenter-Mitgliedern trainieren 46 Prozent in einem Einzelstudio, 54 Prozent besuchen einen Ketten-Betrieb, zum Beispiel Exersuisse oder Active Fitness.

Der grösste Anbieter auf dem Schweizer Fitnessmarkt ist die Migros mit ihren rund 70 Fitnessanlagen. Auf dem zweiten Platz liegt die Fitnesskette Let’s go, die bisher nur in der Westschweiz vertreten ist. Die in den Kantonen Genf, Waadt und Zürich präsente Silhouette belegt Rang drei. Insgesamt vereinen die Top-3-Anbieter zehn Prozent der Schweizer Fitnessanlagen. Der Budget-Anbieter Discountfit liegt auf Platz fünf.

Während in den Studios der Fitnesscenter-Ketten im Schnitt jeweils 1258 Mitglieder trainieren, sind es bei Einzelbetrieben 753. Diese Differenz schlägt sich gemäss Edelhelfer-Studie auch im Umsatz nieder: Bei einem Kettenbetrieb liegt dieser bei durchschnittlich 1,2 Millionen Franken, eine Einzelanlage erwirtschaftet rund 750 000 Franken. Insgesamt haben die Schweizer Fitnessbetriebe im letzten Jahr einen Umsatz von 1,07 Millionen Franken erzielt.

Auch bei den zehn grössten Städten zeigen sich unterschiedliche Werte, was die Marktdurchdringung angeht. So sind in Lugano 13 Prozent der Einwohner Mitglied in einem Fitnesscenter. Spitzenreiter ist St. Gallen, wo 35 Prozent der Bevölkerung ein Fitnessabonnement besitzen.

Bei den Kantonen erzielt Basel-Stadt mit 23 Prozent den höchsten Wert. Auf dem zweiten Platz liegt Glarus (22 Prozent), gefolgt von Zürich mit 17 Prozent, Bern und Schwyz (je 16 Prozent). Schlusslicht sind die Kantone Jura (8 Prozent), Uri (6 Prozent) und Obwalden (4 Prozent).