Das ist dem am Donnerstag aufgeschalteten Geschäftsbericht 2018 zu entnehmen. Die Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt wurde von der SNB aber auch im vergangenen Jahr immer wieder betont und war neben dem Negativzins die zweite Massnahme, mit der die Nationalbank für "angemessene monetäre Bedingungen" sorgte. In der Praxis heisst das vor allem, dass die Währungshüter den Wert des Frankens im Zaum halten beziehungsweise eine zu starke Aufwertung verhindern.

In ihren Medienmitteilungen zur vierteljährlichen Lagebeurteilung bekräftigte die Nationalbank jeweils ihre Interventionsbereitschaft und unterstrich dabei sowohl die hohe Bewertung des Frankens als auch die Fragilität der Lage am Devisenmarkt.

Vor allem in den Jahren von 2015 bis 2017 bzw. nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses (15.1.2015) hatte die SNB bekanntlich im hohen Mass intervenieren müssen, um den Franken zu schwächen bzw. die Exportwirtschaft vor einem allzu hohen Franken zu schützen. So hatte die SNB 2015 für 86,1 Milliarde, 2016 für 67,1 Milliarden und 2017 für 48,2 Milliarden Franken Devisen gekauft. Aber auch schon 2014, also im Jahr vor der Aufhebung des Mindestkurses, hatte sie Devisen in Höhe von 25,8 Milliarden erworben.

Die SNB wird später am Donnerstag ihren neuesten geldpolitischen Entscheid bekannt geben. Beobachter gehen davon aus, dass sie am Negativzins festhalten und die Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt erneut erwähnen wird.