Das erklärte Ziel von Saint-Gobain sei es, bei einer Kapitalbeteiligung von lediglich 16 Prozent die volle Kontrolle über Sika auszuüben, sagt Hälg. Auf die Frage, es könne doch keine ordentliche Generalversammlung abgehalten werden, wenn die Eigentums- und die Stimmrechtssituation nicht geklärt sei, sagt Hälg: „Wir haben im Moment keinen Anlass, die Generalversammlung zu verschieben.“

Als Lösung für eine Einigung mit Saint-Gobain schlägt er vor: „Wir haben zwei Vorschläge gemacht. Erstens könnte Saint-Gobain die Sika voll übernehmen. Das wäre eine saubere Lösung, aber teuer für Saint-Gobain. Darum haben wir einen Kompromissvorschlag gemacht. Dabei würde Sika den Mörtelbereich, in dem beide Firmen Konkurrenten sind, von Saint-Gobain voll übernehmen. Das Mörtelgeschäft ist ein Kerngeschäft von Sika, das sehr stark wächst und welches wir sehr profitabel führen. Aber die Gegenseite will diese konstruktiven Vorschläge nicht diskutieren und macht auch keine Vorschläge.“

Damit wäre die Situation gelöst, so Hälg: „Es kann doch nicht angehen, dass Saint-Gobain unter einem Dach zwei Konkurrenten gegeneinander antreten lässt, wobei der eine, nämlich Weber, ihnen zu 100 Prozent gehört und der andere, also wir, nur zu 16 Prozent. Das birgt doch enorme Interessenskonflikte, und Sika bliebe auf der Strecke.“