Sika-Streit

Sika-Führung will Anteile der Gründererben-Familie kaufen

Sika-Präsident Paul Hälg sucht das Gespräch mit den Erben (Archiv)

Sika-Präsident Paul Hälg sucht das Gespräch mit den Erben (Archiv)

Im Streit um die Macht beim Bauchemie-Konzern Sika hat der Verwaltungsrat den Erben der Gründerfamilie Burkard angeboten, deren Aktien zu übernehmen. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte entsprechende Medienberichte.

Es treffe zu, dass der Verwaltungsrat der Familie ein Angebot gemachte habe, sagte Dominik Slappnig der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit einen Bericht der "SonntagsZeitung". Zur Höhe des Angebots äusserte er sich nicht. Das Angebot umfasse aber eine Prämie, sagte er weiter.

Die "SonntagsZeitung" hatte unter Berufung auf "zwei bestens informierte Quellen" von einem Kaufpreis von 2,25 Mrd. Fr. berichtet. Das wären 500 Mio. Fr. weniger als der französische Konzern St-Gobain der Schenker-Winkler-Holding (SWH) bietet, in der die Erben organisiert sind.

Dank Sonderprivilegien kontrolliert die SWH mit einem Kapitalanteil von rund 16 Prozent über 52 Prozent der Stimmen an Sika. Diese Kontrollmehrheit will die Familie an Saint-Gobain verkaufen, wogegen sich der Verwaltungsrat und das Management von Sika wehren. Mit dem Fall beschäftigen sich mittlerweile Gerichte.

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