Prämien 2016

Sie wollen die Krankenkasse wechseln? So funktioniert es!

Die Gesundheitskosten steigen – und damit auch die Krankenkassenprämien. Wer sich drum kümmert, kann viel Geld sparen.

Die Gesundheitskosten steigen – und damit auch die Krankenkassenprämien. Wer sich drum kümmert, kann viel Geld sparen.

Die Krankenkassenprämie steigt auch in diesem Jahr wieder an - im Schnitt vier Prozent. Ein Wechsel der Krankenkasse in der Grundversicherung lohnt sich: Damit lässt sich 2016 viel Geld sparen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Jetzt schenkt es wieder ein: Im Aargau beläuft sich der Aufschlag im Schnitt auf 4 Prozent für Erwachsene – wie im schweizweiten Mittel.

Der Aufschlag gilt für die Grundversicherung mit der Minimalfranchise von 300 Franken inklusive Unfalleinschluss (Standardprämie). Im Kanton Basel-Stadt sind es 2,3 Prozent, im Kanton Zürich 3,6 Prozent, im Kanton Baselland 4,4 Prozent und im Kanton Solothurn gar 5,1 Prozent.

Die individuellen Aufschläge können aber je nach Kanton, Kasse und Versicherungsmodell höher oder tiefer ausfallen. Wie viel mehr Sie bezahlen müssen, können sie auf Internetvergleichsdiensten wie bonus.ch, comparis.ch, priminfo.chswupp.ch oder vzonline.ch nachsehen. Über die telefonische Hotline des Bundesamts für Gesundheit (058 464 88 01) können die kantonalen Prämienübersichten in Papierform bestellt werden.

So sind Sie pünktlich

  • Zögern Sie nicht, den Versicherer zu wechseln, wenn sich das für Sie lohnt: Jede Kasse muss Sie in die Grundversicherung aufnehmen. Ein Wechsel ist einfach: Briefvorlagen finden Sie hier als PDF zum Herunterladen oder auf den erwähnten Internet-Vergleichsdiensten. Die per Einschreiben versandte Kündigung sollte spätestens am Freitag, 27. November, beim Versicherer eintreffen.

Zusatzversicherungen hingegen sollten erst gekündigt werden, wenn eine neue Kasse bestätigt, Sie aufzunehmen. Hier gibt es keinen Aufnahmezwang. Bei diesen Angeboten ist der Kündigungstermin meist der 30. September.

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So sparen Sie Prämien

  • Unfalldeckung: Arbeiten Sie mehr als acht Stunden pro Woche für den gleichen Arbeitgeber, sind Sie automatisch gegen Unfall versichert. Daher können Sie diese Deckung in der Grundversicherung ausschliessen. Sparpotenzial: bis zu zehn Prozent.
  • Franchise-Erhöhung: Wer seine Franchise freiwillig von 300 auf 500 bis 2500 Franken erhöht, zahlt weniger. Der Rabatt darf 50 Prozent der Standardprämie nicht übersteigen. Nicht alle Kassen gewähren den vollen Rabatt. Ob sich das erhöhte Risiko auszahlt, zeigt der Franchisenvergleich des Internetvergleichsdienstes des BAG, priminfo.ch. Wer seine Franchise erhöht, sollte den entsprechenden Betrag plus den maximal möglichen Selbstbehalt von 700 Franken angespart haben. Eine hohe Franchise lohnt sich nur für Gesunde. Für Kinder sollten keine Franchisen gewählt werden. Sie sind zu oft krank. Wer auf 2016 die Franchise erhöhen möchte, kann dies der Kasse bis Ende Dezember mitteilen. Wer eine tiefere wählt, muss dies bis zum Freitag, den 27. November, melden.
  • Sparmodelle: Je stärker Sie Ihre freie Arztwahl einschränken, desto höher ist der Rabatt auf der Krankenkassenprämie. Die Reduktion beläuft sich auf bis zu 25 Prozent. Denn mit diesen Managed-Care-Modellen lassen sich unnötige Behandlungen vermeiden. Die tiefste Ermässigung bieten Telefonmodelle. In diesem Fall rufen Sie vor jedem Krankheitsfall zuerst ein Callcenter an. Medizinisch geschultes Personal klärt Sie darüber auf, was Sie unternehmen müssen. Sie können auch einen Hausarzt oder eine Gruppenpraxis (HMO) als Anlaufstelle wählen. Diese muss im Krankheitsfall jeweils als Erstes kontaktiert werden. Dies gilt nicht für Notfälle.

Bei der Wahl eines solchen Modells gilt es, sich genau zu informieren. Wichtig ist dies auch darum, weil das Bundesamt für Gesundheit (BAG) von den Krankenversicherern verlangt, dass sie nachweisen müssen, wie hoch die effektiven Kosteneinsparungen in ihren Modellen sind.

Dies führt dazu, dass die Kassen den Höchstrabatt oft nicht mehr anbieten können. Auch deswegen lohnt es sich, vor dem Abschluss eines solchen Modells die Prämien zu vergleichen.

Rein rechnerisch liesse sich mit der Kumulierung aller Rabatte die Grundversicherungsprämie stärker reduzieren. Die Einsparung ist aber auf 50 Prozent beschränkt.

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