Damit setzten sie den Streik vom Donnerstag fort, der in Hamburg und Düsseldorf für zigtausende Reisende zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt hatte. Den Passagieren wurde erneut geraten, engen Kontakt mit den Airlines zu halten und sich über Ausfälle und Verspätungen zu informieren.

Schon am Morgen zeigten die Anzeigetafeln an beiden Flughäfen zahlreiche gestrichene Flüge ins In- und Ausland. In Köln/Bonn hatte die Verkehrszentrale insgesamt 39 Ankünfte und 54 Abflüge für Freitag gestrichen, sagte eine Flughafen-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa.

In Hamburg standen am Freitag 179 Flüge auf dem Plan. Bei regulärem Flugbetrieb wurden für Freitag rund 19'400 Passagiere im Hamburger Flughafen erwartet. Von Köln/Bonn sollten fast 100 Maschinen mit rund 10'000 Passagieren starten.

30 Prozent mehr Lohn gefordert

Mit dem Streik will die Gewerkschaft Verdi in dem festgefahrenen Tarifstreit ein neues Angebot der Arbeitgeber erzwingen. Sie fordert in Nordrhein-Westfalen für die 34'000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsbranche bis zu 30 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten bislang zwischen fünf und neun Prozent.

Am Flughafen Hamburg will Verdi für die 600 Mitarbeiter der Personenkontrollen einen Stundenlohn von 14,50 Euro erstreiten, die Arbeitgeberseite hat bislang 12,75 Euro angeboten. Bereits im Januar war es zu Streiks in Düsseldorf, Köln/Bonn und Hamburg gekommen.

Allerdings gab es am Freitagnachmittag Entwarnung fürs Wochenende: An den Flughäfen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen wird am Wochenende nicht gestreikt. Der Ausstand der Sicherheitskräfte werde ausgesetzt, um Gespräche zu ermöglichen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Das gilt für Hamburg einschliesslich Montag. Auch in NRW soll es am Samstag und Sonntag keine Streiks geben, gleich zu Wochenbeginn sind aber neue Aktionen möglich.

Der Flughafen Zürich war von den Streiks in Deutschland nur am Rande betroffen. Am Freitag wurden zwei Flüge nach Köln gestrichen, wie es auf Anfrage hiess.