Der weltgrösste Ölkonzern ExxonMobil konnte sowohl aus der Förderung von Öl und Gas als auch aus der Weiterverarbeitung in seinen Raffinerien mehr Profit schlagen, wie der Konzern am Donnerstag am Firmensitz im texanischen Irving mitteilte. Im zweiten Quartal verdienten die Texaner unterm Strich 10,7 Mrd. Dollar und damit 41 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Europas Platzhirsch Shell steigerte den Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf knapp 8,7 Mrd. Dollar. Der Umsatz von Europas grösstem Ölkonzern stieg um rund ein Drittel auf 124,5 Mrd. Dollar. Der Fokus liege weiterhin darauf, Kosten zu reduzieren und die Abläufe zu verbessern, erklärte Royal Dutch Shell-Chef Peter Voser.

Norwegens grösster Energiekonzern Statoil erwirtschaftete im zweiten Quartal dank gestiegener Öl- und Gaspreise einen Rekordgewinn. Der Überschuss verneunfachte sich fast im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 27,1 Mrd. Kronen (4,02 Mrd. Franken). Dank der kräftig gestiegenen Preise konnte Statoil auch Produktionsrückgänge wettmachen.

Repsol leidet unter Krise in Libyen

Der spanische Ölkonzern Repsol konnte dagegen nicht vom gestiegenen Ölpreis profitieren. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um elf Prozent auf 579 Mio. Euro. Die Produktion in Argentinien, einem wichtigen Markt für Repsol, ging wegen der sozialen Unruhen dort deutlich zurück. Zudem sei die Förderung in Libyen seit Anfang März nicht mehr möglich.