Energiedebatte

Shell-Chef kritisiert Energie-Diskussion als zu emotional

Shell-Chef Peter Voser (Archivbild)

Shell-Chef Peter Voser (Archivbild)

Für den weltweiten CEO von Shell, Peter Voser, ist eine Rasche Umstellung auf Alternativenergien nicht realistisch. Man solle in der Debatte langfristig denken und nur mit Fakten argumentieren.

Am Swiss Economic Forum spricht Peter Voser, weltweiter CEO von Shell, Klartext. Der Schweizer lässt kein gutes Haar an der Energiedebatte, die Politiker und Wissenschafter nach der Katastrophe in Fukushima losgetreten haben: «Ich erachte die Diskussion zurzeit als zu emotional.»

Der Chef des weltgrössten Erdölkonzerns will die Debatte in sachlichere Bahnen lenken: «Wir sollten ganz klar langfristig denken und in der Energiepolitik nur mit Fakten argumentieren. Dann ziehen wir auch die richtigen Schlüsse.»

Erdölzeitalter nicht vorbei

Klar ist für Voser, dass das Erdölzeitalter noch nicht vorbei ist. «Im 21. Jahrhundert geht uns das Erdöl noch nicht aus.» Die heutigen Ressourcen würden für die nächsten 50 bis 60 Jahre ausreichen. Trotzdem will er sich den erneuerbaren Energien nicht verschliessen: Bis 2050 könnten bis zu 40 Prozent des Weltenergiebedarfs damit abgedeckt werden.

Den Rest der Versorgung würden aber nach wie vor Erdöl, Gas und Atomkraft sichern. «Wir können den Hebel nicht von heute auf morgen auf erneuerbare Energien umstellen», so Voser.

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