Der Konzern setzte mit seinen drei Sparten Gesundheit - wozu auch das Pharmageschäft gehört - sowie Kunststoffe und Pflanzenschutz im vergangenen Jahr 36,53 Mrd. Euro um, ein Plus von 4,1 Prozent. Das Chemiegeschäft schwächelte allerdings, konnte aber das Ergebnis nicht hinunterziehen.

Zudem spürt das Unternehmen die harte Konkurrenz durch Generika. Das Top-Medikament des Konzerns, Betaferon gegen Multiple Sklerose, verlor an Umsatz und die Einnahmen durch das Verhütungsmittel der Produktefamilie Yaz gingen ebenfalls wegen Nachahmerprodukten zurück.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei 2011 vor Sondereffekten wie etwa Restrukturierungen um 7,2 Prozent auf 7,61 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Dabei blieb Bayer allerdings im vierten Quartal unter den Erwartungen der Analysten. Im Zeitraum Oktober bis Dezember erzielte Bayer einen bereinigten operativen Gewinn von 1,54 Mrd. Euro, Analysten hatten mit 1,62 Milliarden gerechnet.

Konzernchef Marijn Dekkers betonte, Bayer habe gute Fortschritte bei Innovation sowie beim Ausbau seiner Aktivitäten in Wachstumsländern gemacht. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen weiteren Anstieg beim Umsatz und bereinigtem Ergebnis. Der Gewinne dürfte aber eher gering wachsen.