Post

Schweizerische Post baut in der Lagerlogistik 250 Stellen ab

Die Post streicht 250 Stellen (Archiv)

Die Post streicht 250 Stellen (Archiv)

Die Schweizerische Post baut in der Sparte Stückgut- und Lagerlogistik in den nächsten zwei Jahren 250 Vollzeitstellen ab. Stark betroffen vom Abbau ist der Standort Dintikon, der grösste Postlogistik-Standort der Deutschschweiz.

Wieviele Kündigungen in dem betroffenen Konzernbereich Postlogistics tatsächlich ausgesprochen werden, war am Mittwoch unklar. Der Stellenabbau erfolge «soweit wie möglich» über natürlich Abgänge, heisst es in der Mitteilung.

Auch die genaue Anzahl betroffener Mitarbeiter wurde nicht kommuniziert. Der Abbau betreffe voraussichtlich 250 Vollzeitstellen, schreibt die Post dazu. Mit den Gewerkschaften sei bereits ein Sozialplan ausgehandelt worden.

Die Sparte Stückgut- und Lagerlogistik sei zunehmend einem international geprägten, aggressiven Wettbewerb und Preisdruck ausgesetzt, begründete die Post die Massnahme. Um in diesem Umfeld zu bestehen, müsse das Unternehmen handeln.

Chauffeure betroffen

Vom Abbau betroffen sind unter anderen die Chauffeure: Postlogistics werde für die Zustelltouren vermehrt 3,5-Tonnen-Lieferwagen einsetzen, die von externen Chauffeuren gefahren würden, schreibt die Post. Der Anteil eigener Chauffeure werde deshalb reduziert.

Auch die Lagerlogistik will die Post bis zum Jahr 2014 schlanker organisieren: So werde beispielsweise im Sommer 2013 im zürcherischen Pfungen ein neuer Standort bezogen. Von dort aus könnten Nachtlogistik, Stückguttransport und Lageraktivitäten von einem einzigen Standort aus betrieben werden.

Harsche Kritik von Gewerkschaften

Kritik für den Abbau hagelt es von der Gewerkschaft Syndicom. «Die Schweizerische Post hat es nicht verstanden, das einstmals florierende, von Setz-Transporte übernommene Stückgut- und Lagerlogistik-Unternehmen in die Gewinnzone zu führen», schreibt die Gewerkschaft. Stattdessen sei die PostLogistics AG von einer Reorganisation in die nächste geschickt und mehr als einmal durchgeschüttelt worden.

Die Post hat die Firma Setz mit Sitz in Dintikon 1997 mehrheitlich übernommen. (sda/rsn)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1