Notenbank

Schweizerische Nationalbank mit 6,9 Milliarden Franken Gewinn

Die Schweizerische Nationalbank in Bern (Archiv)

Die Schweizerische Nationalbank in Bern (Archiv)

Die Schweizer Währungshüter haben erfolgreiche Monate hinter sich: Zwischen Januar und September hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) 6,9 Mrd. Fr. Gewinn erzielt. Im ganzen Jahr 2008 hatte die SNB noch einen Verlust von 4,7 Mrd. Fr. hinnehmen müssen.

Den Gewinn verdankt die SNB dem gestiegenen Goldpreis, der Erholung der Finanzmärkte und den tiefen Zinsen, was zu hohen Bewertungsgewinnen auf Devisenanlagen und Gold führte. Weil das Ergebnis stark von der jeweiligen Marktentwicklung abhänge, sei der Zwischenbericht allerdings kein verlässlicher Hinweis für das Jahresergebnis, teilt die SNB mit.

Der Stabilisierungsfonds für die toxischen Papiere der Grossbank UBS hätten das Ergebnis nicht belastet. Da die SNB über ein bedingtes Kaufrecht für 100 Mio. UBS-Aktien verfüge, sei das laufend reduzierte Darlehen weiterhin vollständig gedeckt. Am Stichtag habe es 21,5 Mrd. Dollar betragen, berichtete die SNB.

Der Goldpreis, der mit rund 33'000 Fr. pro Kilo deutlich über dem Jahresschlusskurs von gut 29'600 liegt, erlaubt der SNB einen Bewertungsgewinn von 3,8 Mrd. Fr. auf den Beständen dieses Edelmetalls. Vor einem Jahr betrug der Erfolg aus Gold nur knapp 1,3 Mrd. Franken.

Auch die Fremdwährungsanlagen profitierten von der Markterholung: Kursgewinne von 967 Mio. Fr. auf den Beteiligungspapieren und Dividendenerträge über 157 Mio. Fr. stützten das gute Ergebnis. Zusammen mit den Zinserträgen von 1,9 Mrd. Fr. resultierte ein Gewinn von 3,1 Mrd. Franken, nach 2,4 Mrd. Fr. Verlust in der gleichen Vorjahresperiode.

Wegen der tiefen Zinsen für Repo-Geschäfte fielen die Erträge auf den Franken-Anlagen dagegen bescheidener aus als im Vorjahr: Die brachten der SNB 238 Mio. Fr. ein, nach 407 Mio. im gleichen Zeitraum 2008. Die Dollarschwäche indessen führte zu Verlusten durch Devisenschwankungen von 318 Mio. Franken.

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