Formel 1

Schweizer verklagt Formel-1-Chef Ecclestone auf 171 Millionen

Bernie Ecclestone, bald wieder Zeuge vor Gericht

Bernie Ecclestone, bald wieder Zeuge vor Gericht

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat neuen Ärger. Das deutsche Unternehmen Constantin Medien, das vom Schweizer Bernhard Burgener angeführt wird, hat eine Klage neu aufgerollt. Es will von Ecclestone um 171 Millionen Euro geprellt worden sein.

Bernie Ecclestone, Chef des Formel-1-Unternehmens F1, hat eine weitere Klage am Hals, wie die «Financial Times» in ihrer Montagsausgabe berichtet. Das Unternehmen Formula One Group und der Besitzer CVC hatten gegenüber einem Londoner Gericht bereits Hunderte von Dokumenten zum Verkauf der Rennserie aushändigen müssen. Das Material ist offenbar brisanter, als man bisher gedacht hatte.

Denn jetzt ist offenbar ein weiterer Kläger auf den Zug aufgesprungen, wie die FT berichtet: Das deutsche Unternehmen Constantin Medien macht einen Schaden von mindestens 171 Millionen Dollar geltend. Dieser Schaden soll durch eine zu niedrige Bewertung eines Aktienpaketes entstanden sein, das die BayernLB im Jahr 2006 an das Private-Equity-Unternehmen CVC weiter verkauft hatte.

820 Millionen statt 2,8 Milliarden

Constantin Medien, die vom Schweizer Bernhard Burgener geführt wird, hatte damals zwar seinen Teil der Verkaufserlöse erhalten. Aber man hätte noch viel mehr bekommen, wenn der Verkaufspreis höher gelegen hätte. Das Aktienpaket hatte im Jahr 2006 für 820 Millionen Dollar die Hand gewechselt. Die Refinanzierung von CVC selber ergab ein Jahr später eine Bewertung in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar.

Ecclestone dürfte laut dem Bericht als Zeuge geladen werden. Die Richter dürften im jetzt anlaufenden Verfahren auch besonders genau bei den Dokumenten hinschauen, die Aufschluss über die Buchprüfung geben.

Zudem machen die Kläger geltend, dass die Unterbewertung auf eine Zahlung von 44 Millionen Dollar von Ecclestone an einen früheren Banker der Bayern LB zurück zu führen ist, der im letzten Jahr wegen Korruption zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteil worden war.

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