Wie aus einer am Dienstag publizierten Studie des Schweizerischen Reisebüro-Verbandes (SRV) hervorgeht, betrug der mittlere Umsatz 2010 pro Reisebüro 5,3 Mio. Franken, was eine Egalisierung des Vorjahreswerts darstellt. Die Nettorendite hätten die 429 in der Studie befragten Reiseveranstalter von 0,8 Prozent auf 1 Prozent steigern können. 2008 hatte sie noch bei 2,1 Prozent gelegen.

Frankenstärke als zweischneidiges Schwert

Aufgrund der für Auslandsreisen günstigen Wechselkursverhältnisse sei im Hinblick auf das Gesamtjahr insbesondere Nordamerika als Wachstumsdestination zu nennen. Ein "geringes Wachstum" erwartet der SRV auch für europäische Reiseziele, wie der Verband in einem Communiqué erklärte.

SRV-Direktor Walter Kunz sieht im starken Franken allerdings nicht nur Vorteile für die Reisebüros. Die Angebotspreise würden normalerweise zu einem grossen Teil zu Saisonbeginn festgelegt. Nachträgliche Wechselkursveränderungen komplizierten das Geschäft viel eher, als dass sie einen Gewinn bringen würden, so Kunz.