Cervelat

Schweizer Nationalwurst kostet mehr als 1 Franken – wegen Schweinefleisch

Schwein des Anstosses: Die Cervelat wird teurer

Schwein des Anstosses: Die Cervelat wird teurer

Schlechte Nachrichten für Cervelat-Esser: Unsere Lieblingswurst kostet erstmals seit zwei Jahren wieder mehr als einen Franken. Auch Koteletts und Plätzli werden teurer. Der Grund dafür ist der Schweinezyklus.

Eine zweijährige Billig-Phase für Schweinefleisch ist zu Ende, wie der «Blick» heute in seiner neuesten Ausgabe schreibt. Die Preise für «Schwinigs» sind auf einen Schlag um 30 Prozent gestiegen. Pro Kilogramm Nierstück-Plätzli greift der geneigte Konsument vier Franken tiefer in die Tasche, für Koteletts will der Metzger zwei Franken mehr und das Stotzen-Plätzli kommt uns drei Franken teurer zu stehen.

Auch auf den Preis unserer Lieblingswurst hat die Verteuerung von Schweinefleisch Auswirkungen. Erstmals seit mehr als zwei Jahren kosten 100 Gramm der salzigen Wurst wieder über einen Franken. Das Chlöpfer-Päärli schlägt neu mit 2.04 Franken zu Buche. Laut Bundesamt für Landwirtschaft ist der Preis für das Paar Cervelats allein in diesem Sommer um 12 Rappen nach oben geklettert.

Typischer Schweinezyklus

Angesichts der langen Phase des billigen Schweinefleischs sei diese Entwicklung normal, lässt sich Hans Rüssli von der «Bauernzeitung» zitieren. «Der Markt ist einem typischen Schweinezyklus gefolgt», so der Experte. Aufgrund der langen Tiefpreis-Phase hätten viele Bauern ihren Schweinebestand reduziert oder ganz aufgegeben. Die dadurch entstandene Verknappung des Angebots am Markt verursacht nun die Preiserhöhungen.

Für die Bauern ist die Preis-Steigerung ein Segen: Sie haben die letzten zwei Jahre unter dem Preiszerfall gelitten. Entsprechend zufrieden gibt sich Martin Rufer vom Bauernverband: «Mit diesen Preisen können die Bauern leben». (aru)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1