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Schweizer Microsoft-Verkaufsleiter wirtschaftete in eigene Tasche

Ein Schweizer Microsoft-Mitarbeiter befindet sich in Untersuchungshaft (Symbolbild)

Ein Schweizer Microsoft-Mitarbeiter befindet sich in Untersuchungshaft (Symbolbild)

Der Schweizer Ableger des Softwarekonzerns Microsoft ist offenbar Opfer eines Betrugs durch einen eigenen Mitarbeiter geworden. Der einstige Verkaufsleiter für Schulen soll jahrelang in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Ihm dabei geholfen haben soll der Geschäftsführer eines Unternehmens, welches in grossen Mengen Microsoft-Produkte vertrieben hatte, mittlerweile seine Geschäftstätigkeit aber eingestellt hat, wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet. Microsoft hat vergangenen Herbst Strafanzeige gegen den Mitarbeiter eingereicht, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet.

Bei Microsoft wird der Sachverhalt in seinen Grundzügen bestätigt. Über die Höhe des Schadens, welche dem Unternehmen entstanden sind, wurden keine Angaben gemacht. Weil die Untersuchungen noch am Laufen seien, könnten keine weiteren Angaben gemacht werden, hiess es bei Microsoft Schweiz.

Neuer Rahmenvertrag für Schulen

In einer Stellungnahme legt das Unternehmen zudem wert darauf, dass man selbst nicht Gegenstand der Ermittlungen sei. Als es detailliertere Hinweise auf mögliche Unregelmässigkeiten gegeben habe, seien unverzüglich interne Ermittlungen eingeleitet und Kontakt mit der Staatsanwaltschaft aufgenommen worden.

Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand gebe es keine Hinweise darauf, dass in Zusammenhang mit dem Fall Schulen zu Schaden gekommen seien, schrieb Microsoft weiter. Weil als Folge der Ermittlungen die Zusammenarbeit mit einigen Vetriebspartnern aufgelöst wurde, arbeite man nun einen neuen Rahmenvertrag für Schweizer Bildungseinrichtungen aus. Damit soll gewährleistet werden, dass Schweizer Schulen weiterhin zu Vorzugskonditionen Microsoft-Software nutzen könnten.

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