Starker Franken
Schweizer Läden reagieren: Jetzt purzeln überall die Preise

Kaum hat die Nationalbank den Mindestkurs von 1.20 Franken aufgehoben, senken die ersten Anbieter von Importwaren ihre Preise. Lebensmittel, Kleider und Möbel gibt es bald mit saftigen Rabatten.

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Die Schweizer Detailhändler reagieren auf den tiefen Eurokurs und senken ihre Preise auf Importware. (Symbolbild)

Die Schweizer Detailhändler reagieren auf den tiefen Eurokurs und senken ihre Preise auf Importware. (Symbolbild)

In den Schaufenstern der Kleiderkette Esprit hingen gestern Samstag Schilder mit der Aufschrift «Heute –15% Euro-Rabatt auf alles.» Bei Tally Weijl gibt es spätestens ab Mittwoch einen währungsbedingten Sonderrabatt von 15 Prozent. Möbel Pfister verbilligt bereits seit Freitag alle Möbel, die aus dem Euroraum stammen, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt.

Migros und Coop kündigen an, dass ab morgen Montag die Früchte und Gemüse billiger werden. Auch andere Produkte, die sie in Euro einkaufen, werden günstiger, etwa Weine, Importbier, Konserven oder Babynahrung. Bei Globus starten erste Verhandlungen mit den Lieferanten Anfang Woche.

Denner, Aldi, Mediamarkt und Interdiscount versprechen, bei allen Neubestellungen Druck auf die Lieferanten zu machen und die Währungsdifferenz unmittelbar an die Kunden weiterzugeben.

Die rasche Reaktion ist bemerkenswert, denn bei der letzten markanten Frankenaufwertung vor dreieinhalb Jahren weigerten sich viele Importeure, den Währungsvorteil sofort an die Kunden weiterzugeben. Das heizte den Einkaufstourismus an.

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