Die CEOs der 20 im Schwergewichteindex SMI gelisteten Firmen verdienten im Schnitt 7,2 Mio. Franken. Das sind 12,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) zeigt.

Während die Basissaläre und langfristige Beteiligungsprogramme abnahmen, stiegen die Bar-Boni. PwC-Partner Remo Schmid verwies an einer Medienkonferenz in Zürich darauf, dass sich bei vielen Unternehmen die Resultate verbessert hätten.

Deutlich weniger verdient hat der Chef der Grossbank Credit Suisse, dessen Vergütung von rund 20 Mio. Fr. auf 12,8 Mio. Fr. gesunken ist. Auch der neue Konzernchef des Ölbohrkonzerns Transocean, Steven Newman, verdiente nach der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko mit gut 8 Mio. Fr. noch etwa die Hälfte seines Vorgängers.

Angleichung von oben und von unten

Die grössere Transparenz durch die verschärften Offenlegungsvorschriften habe zwar keinen generellen Trend nach oben gebracht, sagte PwC-Partner Robert Kuipers. Bei den CEOs mit tieferen Vergütungen ging es 2010 aber klar aufwärts.

So nahmen die Cheflöhne, die zu den 25 Prozent tiefsten gehören, um satte 42,7 Prozent auf 5,6 Mio. Fr. zu. Die höchsten 25 Prozent der Vergütungen sanken dagegen um 30,6 Prozent auf 8,7 Mio. Franken. Während der Durchschnittslohn deshalb sank, stieg der Medianlohn (die eine Hälfte der SMI-CEOs verdient mehr, die andere weniger) um 27,5 Prozent auf 7,5 Mio. Franken.

Ähnlich ist die Entwicklung bei den SMIM-Unternehmen, also bei den 28 dem SMI nachfolgend grössten Unternehmen. Der Durchschnittslohn nahm um 6,3 Prozent auf 2,8 Mio. Fr. ab, der Medienlohn stieg um 15 Prozent auf 2,5 Mio. Franken.