Wirtschaft

Schweizer kauften letztes Jahr für 10,3 Milliarden Franken online ein

2019 überstiegen die Online-Einkäufe in der Schweiz erstmals 10 Milliarden Franken.

2019 überstiegen die Online-Einkäufe in der Schweiz erstmals 10 Milliarden Franken.

Der Online-Konsum der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten wächst. 2019 wurde 8,4 Prozent mehr ausgegeben als noch im Jahr zuvor. Das Corona-Virus spürt der Online-Handel derzeit erst punktuell.

(agl) Schweizerinnen und Schweizer kaufen immer mehr online ein. 2019 ist der Konsum um 8,4 Prozent gewachsen, von 9,5 auf 10,3 Milliarden Franken. Dies hat der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Gfk und der Schweizerischen Post erhoben. Wie der VSV am Mittwoch mitteilt, wurde mit 8,3 Milliarden Franken der grösste Teil bei Schweizer Unternehmen ausgegeben, 2 Milliarden gingen ins Ausland.

Am meisten Geld gaben Konsumentinnen und Konsumenten 2019 für Heimelektronik aus, insgesamt 2,6 Milliarden Franken. Mit 2,15 Milliarden Online-Umsatz liegt der Mode-Bereich nicht weit dahinter. Gemäss der Markterhebung hat das Sortiment Food mit Lebensmitteln, Wein und Kaffeekapseln 2019 erstmals über eine Milliarde Umsatz online erzielt.

Food-Bereich hat Kapazitätsgrenzen erreicht

Der Food-Bereich spürt zurzeit auch die Auswirkungen des Corona-Virus, wie VSV-Präsident Patrick Kessler auf Anfrage von CH Media bestätigt. Viele Leute würden zurzeit Lebensmittel im Internet bestellen. «Die Unternehmen haben gewisse logistische Kapazitätsgrenzen jedoch bereits erreicht», so Kessler. Nur 2,8 Prozent der Lebensmitteleinkäufe würden in der Regel online getätigt. Man könne nicht erwarten, dass die Kapazitäten der Händler über Nacht erhöht werden können und es im Food-Bereich ein allzu grosses Wachstum aufgrund des Corona-Virus gebe.

Ausser punktuellen Auswirkungen, wie beispielsweise dem zeitweisen Ausverkauf von Laptops für Home Office, habe man generell noch kein aussergewöhnliches Wachstum im Online-Handel festgestellt. «Grundsätzlich gilt: Unsicherheit ist Gift für den Konsum. Egal ob im stationären Verkauf oder im Online-Handel», so Kessler.

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