Die Industrieproduktion verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 14,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Sämtliche Branchen produzierten weniger.

Gegenüber dem ersten Quartal nahm die Produktion um 2,7 Prozent zu - werden saisonale Effekte und das Baugewerbe ausgeklammert, sank sie aber auch in diesem Zeitraum um 2,5 Prozent.

Viel weniger hergestellt wurden Gebrauchsgüter, etwa in der Lederverarbeitenden Industrie, der Maschinenindustrie und der Textilindustrie. Vergleichsweise schwach war der Rückgang in der Chemischen Industrie.

Der Umsatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent (inklusive des Baugewerbes -10,2 Prozent). Auch dies liegt an den Gebrauchsgütern - namentlich die Metallindustrie, der Maschinenbau und die Lederverarbeitende Industrie setzten weniger um. Mehr Umsatz meldeten die Chemische Industrie, das Baugewerbe und die Energie- und Wasserversorgung.

Die Entwicklung des Auftragseingangs signalisiert keine Trendwende: Er sank um 17,5 Prozent (inklusive Baugewerbe -15,3 Prozent). Besonders aus dem Ausland kamen weniger Aufträge herein, wie die Statistiker erklärten. Am deutlichsten sank der Auftragseingang in der Lederverarbeitenden Industrie, der Metallindustrie und der Maschinenindustrie.

Die Auftragsbestände verringerten sich um 16,4 Prozent (inklusive Baugewerbe -12,3 Prozent). Die grössten Einbussen meldeten die Lederverarbeitende Industrie, die Elektro- und feinmechanische Industrie sowie der Maschinenbau.

Ein kleiner Lichtblick bieten die Angaben zu den Lagerbeständen von Fertigwaren: Sie verminderten sich zum ersten Mal seit Sommer 2004, und zwar um 4 Prozent.