Die Fonds-Manager setzten laut der Zeitung «Schweiz am Sonntag» dabei sogenannte Euro-Franken-Call-Optionen ein, die der Gesellschaft das Recht geben, Euros zu einem bestimmten Frankenbetrag zu verkaufen.

Quaesta Capital betreibt zwei Fonds, FX v-Pro Standard und v-Pro Dynamic, wobei letzterer mit Fremdkapital gehebelt ist. Sie legten in der letzten Woche massiv zu: Die Jahresperformance schoss auf 14,5 Prozent beziehungsweise auf 28 Prozent, wie auf der Website von Quaesta Capital nachzulesen ist.

Thomas Suter, der Chef des Hedgefonds, wehrt sich gegen den Vorwurf, gegen die Nationalbank spekuliert zu haben. Zur «Schweiz am Sonntag» sagt er: «Wir haben den Event der Nationalbank nicht gerochen. Es wäre also völlig falsch zu sagen, wir hätten gegen die SNB gewettet.»

Suter erklärt den Erfolg mit der Investmentstrategie von Quaesta Capital, die Marktschwankungen (sogenannte Volatilitäten) ausnutze. Immer, wenn es extreme Bewegungen auf den Devisenmärkten gebe, profitierten die Fonds von Quaesta Capital besonders stark.

Teil der Strategie sei es, Optionen zu kaufen, die einen sehr tiefen Wert haben und meistens wertlos verfallen. Wenn dann ausserordentliche, meist «unerwartet grosse Marktbewegungen» stattfänden, könne die Strategie von diesen Bewegungen «substanziell profitieren». Die entsprechenden Positionen sei der Fonds bereits vor «längerer Zeit» eingegangen.

Die Spekulationen gegen die Nationalbank konnten nicht nur Hedgefonds-Manager betreiben, sondern auch alle anderen Anleger. Euro-Franken-Optionen können etwa über die Schweizer Börse gekauft werden. Gemäss Finanzmarktinsidern wurden in den letzten Wochen Volumen im Umfang von mehreren 100 Millionen gehandelt.