Aussenhandel

Schweizer Exporteure trotzen Krise in der EU

Container im Rheinhafen in Basel (Archiv)

Container im Rheinhafen in Basel (Archiv)

Der Schweizer Aussenhandel kann weiterhin der schwachen Wirtschaftsentwicklung in Europa trotzen. Im November sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr zwar um 0,2 Prozent. Allerdings zählte der diesjährige November einen Arbeitstag weniger.

Wird der fehlende Arbeitstag berücksichtigt, erhöhten sich die Exporte in diesem November um 4,7 Prozent beziehungsweise teuerungsbereinigt um 1,9 Prozent, wie die Eidg. Zollverwaltung (EZV) mitteilte.

Ohne Berücksichtigung des fehlenden Arbeitstages sanken die Exporte um 0,2 Prozent auf 18,1 Mrd. Franken. Real, also teuerungsbereinigt, verminderten sie sich um 2,9 Prozent.

Die Importe reduzierten sich um 11,4 Prozent (teuerungsbereinigt -12,1 Prozent) auf 14,2 Mrd. Franken. Arbeitstagsbereinigt betrug das Minus 7 Prozent. Die Nachfrage sank bei allen wichtigen Importprodukten, am stärksten bei den Energieträgern. Hier war der Rückgang aber zur Hälfte auf die Preise zurückzuführen.

Exporte nach Russland sinken um über einen Drittel

Von den zehn Exportbranchen erhöhten sich die Ausfuhren bei den Bijoutrie- und Juwelierwaren aufgrund von gestiegenen Preisen am kräftigsten (+12, 9 Prozent). Weniger Ausfuhren verzeichneten unter anderem die Uhrenindustrie sowie die Maschinen- und Elektroindustrie (je rund -4 Prozent). Arbeitstagsbereinigt konnten mit Ausnahme der Papier- und Grafischen Industrie alle Exportbranchen zulegen.

Mehr verkauften konnten die Schweizer Unternehmen insbesondere nach Nordamerika (+10 Prozent) und die weniger wichtigeren Exportregionen Afrika (+17 Prozent) und Lateinamerika (+3 Prozent). Der Absatz nach Asien stagnierte, insbesondere wegen den schwächeren Verkäufe in China, Hongkong und Japan.

Die Exporte nach Europa sanken um drei Prozent (in die EU um -2 Prozent). Am stärksten um über einen Drittel gingen die Verkäufe nach Russland zurück. Im wichtigsten Exportland Deutschland verzeichneten die Schweizer Exporteure ein Plus von 4 Prozent.

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