Aussenhandel

Schweizer Export leidet im April stark unter Wirtschaftskrise

Exportprodukte sind weniger gefragt

Exportprodukte sind weniger gefragt

Schweizer Exportprodukte sind in der weltweiten Wirtschaftskrise immer weniger gefragt. Der Aussenhandel brach im April im Vergleich zum Vorjahr wertmässig um 17,5 Prozent auf rund 15,5 Mrd. Fr. ein. Am stärksten betroffen war die Metallindustrie mit einem Minus von 44,5 Prozent.

Die Exporte von Eisen und Stahl brachen dabei gar um 70 Prozent ein, jene von Aluminium um 50 Prozent. Auf die Metallindustrie folgt die Textilindustrie mit einem Minus von 32 Prozent. Alle zehn erfassten Exportbranchen verzeicheten rückläufige Zahlen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte.

Auch die Schweizer Uhrenexporteure leiden deutlich unter der schlechten Konjunktur. Die Uhrenindustrie musste im April im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 26,3 Prozent auf 1,046 Mrd. Fr. hinnehmen, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) mitteilte.

Um die Teuerung bereinigt, also real, gingen die Schweizer Exporte im April leicht stärker um 17,6 Prozent zurück, wie die EZV weiter mitteilte. Arbeitstagsbereinigt betrug das Minus 8,9 Prozent (real: -9 Prozent). Wegen Ostern fehlten dieses Jahr im April zwei Arbeitstage.

Die Zollverwaltung sieht dennoch Licht am Ende des Tunnels. Die bisher steile Abwärtsentwicklung habe sich sichtbar verlangsamt, schreibt sie. Im Vergleich zum März nahmen die Exporte saisonbereinigt um 11,0 Prozent (real: 8,3 Prozent) zu.

Nach Regionen unterteilt nahmen einzig die Exporte nach Afrika zu (45,3 Prozent auf 529 Mio. Franken). Am stärksten fielen die Ausfuhren in die EU (-21,8 Prozent auf 9,2 Mrd. Franken), am schwächsten jene nach Asien (-8,6 Prozent auf 2,8 Mrd. Franken).

Die Schweiz führte auch deutlich weniger ein. Die Importe sanken im Vorjahresvergleich um einen Viertel auf 12,898 Mrd. Franken (real: -18,6 Prozent). Arbeitstagsbereinigt betrug der Rückgang 17,0 Prozent (real: -10,1 Prozent).

Die ersten vier Monate zusammengefasst, gingen sowohl die Aus- als auch die Einfuhren zurück. Die Exporte sanken deutlich um nominal 13,3 auf rund 59,8 Mrd. Franken, während die Importe um 14,4 Prozent auf rund 54,3 Mrd. Fr. fielen.

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