Atomdebatte

Schweizer Energiekonzerne sehen sich in ihrer Haltung bestätigt

AKW Mühleberg im Kanton Bern (Archiv)

AKW Mühleberg im Kanton Bern (Archiv)

Der politisch breit abgestützte Kompromissvorschlag der ständerätlichen Energiekommission zur Schweizer Atomzukunft wird von den Betreibern der Kernkraftwerke nüchtern zur Kenntnis genommen. Die Energiekonzerne sehen sich aber in ihrer Haltung bestätigt.

Die Energiekommission des Ständerats (UREK) will die Option Atomenergie nicht ganz beerdigen: Nach ihrem Willen soll es möglich bleiben, dereinst Atomkraftwerke neuer Technologie zu bauen.

Die Alpiq Holding AG, Betreiberin des AKW Gösgen, sieht den Entscheid als weiteren Schritt in einem politischen Prozess, wie Mediensprecher Andreas Meier am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Auswirkungen dieses Entscheides seien noch nicht abschätzbar.

Im Sinne einer sicheren Stromversorgung sei es aber zu begrüssen, wenn möglichst viele Optionen zur Stromproduktion offen gehalten würden, sagte Meier. Für Alpiq sei wichtig, dass am Ende des politischen Prozesses das Volk das letzte Wort haben werde.

Die Axpo nimmt den Verzicht auf das Technologieverbot mit Befriedigung zur Kenntnis, wie Mediensprecherin Daniela Biedermann sagte. Die Axpo habe sich stets dafür ausgesprochen, dass das Volk das letzte Wort zu einem allfälligen Ausstieg haben soll.

Die Haltung der Kommission bekräftige die Axpo darin. Der Stromkonzern Axpo betreibt die Atomkraftwerke Beznau I und II.

Auch BKW nimmt Entscheid zur Kenntnis

"Wir nehmen den Entscheid der Ständeratskommission zur Kenntnis", sagte auch Antonio Sommavilla, Sprecher des bernischen Energiekonzerns BKW. Sicher werde in dieser Frage in Bundesbern noch viel diskutiert werden.

"Grundsätzlich ist man gut beraten, wenn man sich technologisch alle Optionen offen hält", sagte Sommavilla. Die BKW ist Betreiberin des AKW Mühleberg.

Der Ständerat entscheidet am 28. September, ob und wie "definitiv" die Schweiz aus der Atomenergie aussteigt.

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