Am deutlichsten sanken die Preise für den Neubau von Unterführungen (-1,7 Prozent) und Strassen (-0,8 Prozent), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag bekannt gab. Beim Hochbau blieben die Preise derweil stabil.

Zwar wurden Einfamilienhäuser um 0,6 Prozent teurer. Dagegen mussten Firmen für den Neubau von Bürogebäuden (-1,1 Prozent) und Lagerhallen (-0,5 Prozent) weniger ausgeben.

Insgesamt erreichte der Baupreisindex den Stand von 103,0 Punkten, wie das BFS bekannt gab. Das sind 0,2 Prozent weniger als im Oktober 2013 und der erste leichte Rückgang seit dem Einbruch durch die Finanzkrise im April 2009. Damals war der Baupreisindex von 101,1 auf 99,1 Punkte gefallen. Seither haben die Baupreise stetig leicht angezogen.

Am stärksten zogen die Baupreise zwischen Oktober 2013 und April 2014 in der Nordwestschweiz an (+1,3 Prozent). Damit hat die Nordwestschweiz mit einem Indexstand von 105,1 Punkten die Region Zürich (104,9 Punkte) als teuersten Bauplatz der Schweiz überholt, weil in Zürich die Baupreise zwischen Oktober 2013 und April 2014 stagnierten. Auch im Tessin blieben die Baupreise stabil.

In den übrigen Regionen wurde Bauen billiger: In der Genferseeregion, im Espace Mittelland, in der Ost- und Zentralschweiz sanken die Preise zwischen Oktober 2013 und April 2014 um rund ein halbes Prozent.