Banken
Schweizer Banken verweigern Deutschen hohe Barauszahlungen

Nach dem Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland befürchten Schweizer Finanzkonzerne offenbar den Massenabgang deutscher Steuersünder und verhindern die Barauszahlung hoher Summen. Einige Fiskusflüchtlinge sollen Klagen erwägen.

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Für deutsche Kunden gibt es Bargeld nur noch in kleinen Mengen

Für deutsche Kunden gibt es Bargeld nur noch in kleinen Mengen

Keystone

Nach Bericht des «Spiegel» sollen Schweizer Banken grosse Barauszahlungen an deutsche Schwarzgeld-Sünder verweigern. Wenn diese an ihr Konto wollten, zahlten manche Geldinstitute nur die Hälfte des Vermögens aus, andere nur ein paar Tausend Schweizer Franken.

Grund für die Massnahme sei die Angst der Banken, dass viele deutsche Kunden ihre Konten räumen könnten, um eine Besteuerung zu entgehen. Diese dürfte 2013 in Kraft treten
Laut Spiegel planen Schweizer Anwälte im Namen von deutschen Bankkunden Klage in der Sache einzureichen.

«Überweisungen möglich»

«Wir möchten, dass das Steuerabkommen eingehalten wird. Darum sind grosse Barauszahlungen derzeit nicht möglich. Überweisungen sind kein Problem», sagt dazu Thomas Sutter von der Schweizerischen Bankiervereinigung.

Das Steuerabkommen, auf das sich die Schweiz und Deutschland im August verständigt haben, ist noch nicht in Kraft. Das Abkommen soll am 21. September in Berlin unterzeichnet werden. In Kraft treten wird es erst 2013. (rsn)

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