Finanzbranche

Schweizer Banken suchen viel weniger Personal

Das Herzstück der Schweizer Finanzbranche: Der Paradeplatz in Zürich

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Die Banken in der Schweiz suchen deutlich weniger Personal als noch vor drei Monaten. Gemäss dem quartalsweise erhobenen Finews-JobDirectory-Index ist die Zahl der offenen Arbeitsstellen bei Banken um 42 Prozent auf 1024 zurückgegangen.

Die Turbulenzen in der Finanzbranche wirken sich dabei insbesondere auf die ausgeschriebenen Stellen bei den Grossbanken UBS und Credit Suisse aus: Bei der UBS waren 159 Stellen zu besetzen, 67 Prozent weniger als noch im Sommer, bei der CS waren es mit 176 Stellen nur noch knapp die Hälfte.

Hingegen suchten die Kantonalbanken im September etwas mehr Personal als noch im Sommer: Waren es im Juni 196 offene Stellen, stieg die Zahl bis im September auf 205. Bei den Regional- und Retailbanken sind 37 Stellen weniger zu besetzen (insgesamt 196), bei den Auslandbanken 63 Angestellte weniger (insgesamt 137) und bei den Privatbanken 81 weniger (insgesamt 140).

43 Prozent weniger als vor einem Jahr

Innert Jahresfrist ging die Zahl aller online ausgeschriebenen Bankstellen um über 43 Prozent zurück, wie aus dem am Montag publizierten Index hervorgeht. Während bei allen Banken leichte Schwankungen beim Stellenangebot im Jahresverlauf erkennbar sind, ging bei den Auslandbanken die Zahl offener Stellen kontinuierlich zurück.

Versicherungsbranche weniger betroffen

Anders die Situation in der Versicherungsbranche: Die Versicherer boten Ende September mit 1223 zwar weniger offene Stellen an als noch im Sommer, doch über 5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Der Index zeigt die Entwicklung aller online ausgeschriebenen Stellen in der Finanzbranche in der Schweiz und Liechtenstein. Insgesamt werden die Angebote von 1400 Unternehmen ausgewertet.

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