Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das aber bloss einem Anstieg von 0,54 Prozent, wie die Eidg. Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte. Da die Zahlen zudem provisorisch sind, könnte auch ein Minus resultieren.

Das Exportplus von 0,3 Prozent auf 201,2 Milliarden Franken im Gesamtjahr 2013 ist dabei vor allem auf die Branchen Uhren, Maschinen- und Elektronik, sowie Pharmazeutika zurückzuführen. Die Exporte liegen damit zum dritten Mal über der 200-Milliarden-Franken-Grenze. Real schrumpften die Ausfuhren aber um 0,5 Prozent.

Die Entwicklung in den verschiedenen Exportbranchen verlief unterschiedlich, immerhin konnten aber sechs der neun wichtigsten Branchen zulegen. Am oberen Ende stand dabei die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, deren Exporte um rund 7 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken wuchsen.

Dagegen verzeichnete die grafische Industrie im sechsten Jahr in Folge einen Umsatzrückgang. Fast zum Stillstand gekommen ist der seit 2008 anhaltende Rückgang bei der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie. Die Ausfuhren sanken 2013 um 0,5 Prozent.

Zugpferde wachsen langsamer

40 Prozent der Schweizer Exporte gehen auf das Konto der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Die grösste Exportindustrie der Schweiz hat die Ausfuhren 2013 um weitere 2,5 Prozent auf 81 Milliarden Franken gesteigert. Der Zuwachs sei auf die höheren Ausfuhren bei den Pharmaprodukten zurückzuführen, hielt der Branchenverband scienceindustries in einer Mitteilung fest.

Merklich langsamer wuchs 2013 die Uhrenindustrie, die im Vorjahr noch um 11 Prozent zugelegt hatte. Sie steigerte ihre Ausfuhren um 1,9 Prozent, schrieb aber dennoch ein neues Rekordergebnis.

Stabilisieren konnte sich derweil die zweitwichtigste Exportbranche der Schweiz. Die Maschinen- und Elektroindustrie verzeichnete nach dem letztjährigen Taucher von knapp 10 Prozent keine weiteren Verluste und stagnierte bei +0,1 Prozent.

Absatzschwäche auf asiatischem Markt

Der Absatz variierte dabei je nach Kontinent stark. Auf den wichtigen europäischen und asiatischen Märkten, die 80 Prozent der Gesamtexporte ausmachen, sank die Nachfrage jeweils um 1 Prozent. In Asien drückte vor allem der tiefere Absatz in Indien nach Gebrauchsartikeln aus Gold (-24 Prozent).

Derweil stieg der Absatz in den übrigen Kontinenten mehr oder weniger deutlich. Hohe Wachstumsraten verzeichneten Afrika und Lateinamerika, die um 7 respektive 6 Prozent stiegen. Um fünf Prozent wuchsen die Schweizer Exporte nach Nordamerika.

Stromimporte mit deutlichem Minus

Die Importe in die Schweiz stiegen 2013 um 0,3 Prozent auf 177,3 Milliarden Franken. In der ersten Jahreshälfte tendierte die Importentwicklung noch zur Schwäche, während sie dann im zweiten Halbjahr ins Positive drehte. Real resultierte eine Abnahme um 1,8 Prozent.

Bei den Importen ist die stark rückläufige Nachfrage nach Strom augenfällig. Die Einfuhren nahmen um 18 Prozent ab. Dagegen legte der Import von Konsumgütern um 2 Prozent zu. Getrieben wurde die Nachfrage vor allem durch Arzneiwaren, während die Einfuhren von Unterhaltungselektronik und Autos um 7 beziehungsweise 9 Prozent sanken.