Aussenhandel

Schweizer Aussenhandel im ersten Quartal eingebrochen

Warentransport auf dem Seeweg (Archiv)

Warentransport auf dem Seeweg (Archiv)

Die Schweizer Exportindustrie ist von der Wirtschaftskrise schwer gezeichnet: Im ersten Quartal 2009 gingen die Ausfuhren um über 11,9 Prozent zurück. Von der Krise am stärksten getroffen wurde die Metallindustrie mit einem Minus von 34 Prozent.

Der Ende letzten Jahres eingesetzte Abwärtstrend setzte sich beschleunigt fort, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Das Quartalsergebnis sei das schlechteste seit Jahrzehnten.

Die Exporte schrumpften nominal um 11,9 Prozent auf 44,201 Mrd. Franken. Real, also um die Teuerung bereinigt, fiel das Minus mit 13,3 Prozent noch deutlicher aus. Acht von zehn Exportbranchen verzeichneten rückläufige Zahlen. Nur die Nahrungs- und Genussmittelindustrie (+2,2 Prozent) und die Präzisionsinstrumente (+0,1 Prozent) konnten zulegen.

Noch glimpflich fiel der Rückgang in der Chemischen Industrie (-3,4 Prozent) und in der Bekleidungsindustrie (-7,9 Prozent) aus. Ganz anders das Bild in der Metall- (-34,3 Prozent), der Textil- (-28,3 Prozent) oder der Kunststoffindustrie (-24,0 Prozent).

Auch die Uhrenindustrie erlebt mit einem Exportrückgang um 23,5 Prozent harte Zeiten. Die Maschinen- und Elektroindustrie (-20,8 Prozent) und die Papier- und Grafische Industrie (-18,6 Prozent) hielten sich nur wenig besser.

Die Nachfrage nach Schweizer Produkten ging in allen Teilen der Welt zurück. Am deutlichsten nahmen die Lieferungen in die EU ab, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Der Rückgang belief sich auf 13,8 Prozent. Die Exporte nach Nordamerika schrumpften um 5,7 Prozent, jene nach Asien um 7,0 Prozent, nach Ozeanien gar um 14,1 Prozent.

Die Importe sanken um 10,6 Prozent auf 41,344 Mrd. Franken. Real betrug der Rückgang lediglich 4,3 Prozent. Eine Zunahme gab es einzig bei den Konsumgütern (+3,9 Prozent). Die grösste Abnahme verzeichneten die Energieträger, allerdings bedingt durch den starken Preisrückgang. Real ergab sich eine Zunahme um 6 Prozent.

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