Dioxin-Skandal

Schweiz von Dioxin-Skandal weiterhin verschont

Keine dioxinverseuchten Eier in der Schweiz

Keine dioxinverseuchten Eier in der Schweiz

Auch nach der Ausweitung des Dioxin-Skandals in Deutschland sind in der Schweiz weiterhin keine verseuchten Lebensmittel aufgetaucht. Importierte Eier oder Fleisch können laut den Gesundheitsbehörden problemlos konsumiert werden.

Bei den grossen Detailhändlern sind bislang alle Proben negativ ausgefallen. Aldi Schweiz hat nach Bekanntwerden des Skandals seine Sicherheitsstandards erhöht. "Es werden vermehrt Proben gemacht, sowohl in eigenen wie in externen Labors", sagte Aldi-Sprecher Sven Bradke der Nachrichtenagentur SDA. Zudem sei mit allen Lieferanten die Situation abgeklärt worden.

Auch beim deutschen Discounter Lidl und den Grossverteilern Migros und Coop sind keine Produkte mit erhöhtem Dioxin-Gehalt in den Verkauf gelangt. Bei keinem der vier grossen Detailhändler wurden Eier oder Fleisch von gesperrten Betrieben bezogen.

Während Bio-Eier meist aus Schweizer Betrieben stammen, stehen in den Supermärkten auch Importeier in den Regalen, die zum Teil aus deutscher Bodenhaltung kommen. Bei Migros und Coop wird zudem aus dem Ausland auch Ei-Masse für die Verarbeitung von Backwaren oder Teigwaren eingeführt.

Coop etwa bezieht Voll-Ei von drei Lieferanten. Diese hätten alle schriftlich bestätigt, dass die von ihnen gelieferte Ware nicht betroffen sei, teilte der Detailhändler mit.

Bislang sei keine Verunsicherung der Kunden oder ein Rückgang der Nachfrage spürbar, heisst es bei allen Grossisten in der Schweiz unisono.

BAG gibt Entwarnung

Für die Konsumenten ist das Risiko allemal gering. Auch wenn dioxinverseuchte Eier, Fleisch oder Fertigprodukte in der Schweiz auftauchen sollten, bestehe keine akute Gefahr für die Gesundheit, heisst es in einem Informationschreiben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Gefahr bestehe nur, wenn über längere Zeit kontaminierte Lebensmittel eingenommen würden. "Der Konsum von Eiern ist unbedenklich, selbst wenn es sich vereinzelt um hoch belastete Eier aus Deutschland handelt", urteilt das BAG.

Das Risiko, das vom Verzehr eines Hühnereis ausgehe, in dem die Dioxinrückstände doppelt so hoch sind, wie nach Gesetz erlaubt, sei vergleichbar mit dem Konsum von drei Gläsern Kuhmilch oder einer halben Portion Fleisch.

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