In Dreilinden sollen nur noch Nutzer aus Deutschland beraten werden. Bern, Ebay-Sitz für Europa und Asien, sei vom Stellenabbau nicht betroffen, wie ein Sprecher auf Anfrage der SDA sagte.

Der Abbau in Deutschland sei notwendig, um in einem schwieriger werdenden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Unternehmen befinde sich aber "nicht in einer wirtschaftlichen Notsituation", betonte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Der Stellenabbau soll nach den Worten des Ebay-Sprechers bis Mitte 2010 über betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Diese würden aber erst ausgesprochen, wenn die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan abgeschlossen seien.

"Gleichzeitig geht Ebay davon aus, dass neue Arbeitsplätze bei externen Dienstleistern in Deutschland entstehen werden", heisst es in einer Mitteilung. In Dublin würden zudem 100 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Sprecher betonte, es gehe nicht um Kostensenkung, sondern um eine bessere und effizientere Kundenbetreuung. Die Stellenstreichung sei "keine Entscheidung aus der Not heraus". Deutschland ist der zweitgrösste Markt für Ebay weltweit. Das Internet-Auktionshaus muss sich zunehmend gegen Konkurrenten wie Amazon behaupten.