In etwa gleich gingen auch die Ausgaben für Importe zurück, die bei 51 Mrd. Fr. zu liegen kamen. Der Einnahmenüberschuss aus dem Waren- und Dienstleistungshandel schrumpfte von 17 auf 15 Mrd. Franken, wie die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) veröffentliche Zahlungsbilanz zeigt.

Stabil erwiesen sich die Ausfuhren von chemischen Erzeugnissen, der grössen Schweizer Exportbranche. Am stärksten vom Einbruch betroffen war die Metallindustrie, die einen Drittel weniger einnahm als 2008. Rückläufig waren auch Maschinen (-25 Prozent) sowie Präzisionsinstrumente, Uhren und Schmuck (-19 Prozent).

Bei den Importen machte sich der tiefere Ölpreis bemerkbar: Für Energieträger wurde 41 Prozent weniger ausgegeben. Die Krise zeigte sich unter anderem bei den Investitionsgütern, für die 17 Prozent weniger ausgegeben wurde. Im Warenhandel verbucht die Schweiz unter dem Strich einen Überschuss von 6 Mrd. Franken, nach 5 Mrd. Fr. im Vorjahreszeitraum.

Wegen der gesunkenen Rohstoffpreise gingen bei den Dienstleistungen die Einnahmen aus dem Transithandel zurück. Die Erträge der Banken im Ausland sackten um 14 Prozent ab, während der Tourismus ein Minus von 2 Prozent hinnehmen musste. Der Einnahmenüberschuss bei den Dienstleistungen schrumpfte von 13 Mrd. auf 10 Mrd. Franken.

Im Kapitalverkehr gaben die Banken und die SNB den Takt vor. So floss durch den Verkauf von Obligationen, reduzierten Verpflichtungen im Interbanken-Geschäft und kleinere Repo- und Swap-Geschäfte der SNB viel Geld in die Schweiz zurück. Netto sammelte die Schweiz im Kapitalverkehr 2 Mrd. Fr. ein, nachdem vor einen Jahr noch 15 Mrd. Fr. exportiert worden waren.