Finanzpolitik

Schweiz erstmals an G20-Finanzministertreffen dabei

Nationalbankpräsident Thomas Jordan und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sind zu den G20-Treffen eingeladen worden (Archiv)

Nationalbankpräsident Thomas Jordan und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sind zu den G20-Treffen eingeladen worden (Archiv)

Die Schweiz kann dieses Jahr erstmals an den Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20 teilnehmen. Dies verdankt sie Russland, das den Zusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer 2013 präsidiert.

Russland habe Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Nationalbankpräsident Thomas Jordan eingeladen, teilte das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) mit. Widmer-Schlumpf habe den Bundesrat am Mittwoch darüber informiert.

Das erste Treffen findet am 15. und 16. Februar in Moskau statt. Drei weitere Treffen sind anlässlich der Tagungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) geplant: im April und im Oktober in Washington sowie im Juli in Moskau.

Es sei für die Schweiz wichtig, auf dieser Ebene involviert zu sein, lässt sich Widmer-Schlumpf in der Mitteilung zitieren. "Wir werden unser Know-how als wichtiger Finanzplatz konstruktiv einbringen und Weichenstellungen für das internationale Finanzsystem verstärkt mitprägen können."

Wichtige Rolle der Schweiz

Die Schweiz wird sich laut dem EFD auch in Arbeitsgruppen und Vorbereitungstreffen auf technischer Ebene einbringen können. Bisher war sie als Nicht-G20-Mitglied von den Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure ausgeschlossen.

In der Einladung verweise Russland auf die wichtige Rolle der Schweiz im internationalen Finanzsystem sowie auf die gute und fruchtbare Zusammenarbeit im Rahmen des bilateralen Finanzdialogs mit Russland, schreibt das EFD.

G20 ist die Bezeichnung für den Zusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Das Gremium befasst sich insbesondere mit Grundsatzfragen des internationalen Finanzsystems.

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