Autoindustrie

Schwedischer Autohersteller Saab in der Krise

Pflege ist wichtig - Saab braucht aber vor allem eines: Geld

Pflege ist wichtig - Saab braucht aber vor allem eines: Geld

Der schwedische Autohersteller Saab hat wegen Geldmangels die Produktion in der schwedischen Fabrik Tröllhattan bis auf weiteres eingestellt. Es sei unklar, wann die Produktion dort wieder aufgenommen werden könne, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

In der Fabrik Tröllhattan im Südwesten Schwedens wird seit vergangener Woche nicht mehr gearbeitet. Saab verfügt derzeit nicht über genug Geld, um Zulieferer zu bezahlen.

Der Autohersteller verhandelte mit den schwedischen Behörden über einen möglichen Verkauf von Unternehmensanteilen, um an Geld zu kommen. Diese gab am Abend grünes Licht für den Verkauf von Immobilien, wie die schwedische Wirtschaftsministerin Maud Olofsson in Stockholm mitteilte.

Die Zustimmung des Staates wurde benötigt, weil die Gebäude bereits für einen Kredit über 400 Mio. Euro durch die Europäische Investitionsbank (EIB) als Sicherheit verpfändet sind. Olofsson teilte mit, dass diese Kreditzusage auf 280 Mio. Euro vermindert wird. Der von Schweden garantierte EIB-Kredit darf nur für die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Modelle verwendet werden.

Der russische Multimillionär Wladimir Antonow stellte bereits einen Antrag, um Teileigentümer von Saab zu werden. Auch wenn Saab das unmittelbare Problem der Geldknappheit beheben sollte, wird das Unternehmen nach Ansicht von Analysten Schwierigkeiten dabei haben, an die nötigen Geldmittel zu kommen, um langfristig überleben zu können.

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