Statistik

Schummelt das SECO bei der Arbeitslosenquote?

Ein Mann liest Stelleninserate (Archiv)

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Die Angabe 3,5 Prozent für die momentane Arbeitslosenquote in der Schweiz ist laut dem Wirtschaftsmagazin «ECO» des Schweizer Fernsehens falsch.

Grund für den Fehler seien veraltete Zahlen als Berechnungsgrundlage, besagt eine Mitteilung des Schweizer Fernsehens vom Montag: Das SECO errechne die Arbeitslosenquote jeweils, indem die Zahl der aktuell registrierten Arbeitslosen durch die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2000 dividiert wird.

Durch die starke Zuwanderung habe sich das Heer der Erwerbspersonen aber vergrössert, wodurch die Prozentangabe nicht mehr stimme, bemängelt «ECO». Vor zehn Jahren habe die Schweiz 4 Mio. Beschäftigte gezählt, nun seien es rund eine halbe Million mehr.

Das Seco bestätigte der Nachrichtenagentur SDA, dass wegen der Zuwanderung der Wert um 0,4 bis 0,5 Prozent tiefer liege als offiziell bekannt gegeben. An den absoluten Zahlen ändere dies aber nichts. Ende September waren 140 040 Menschen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos registriert.

Neue Zahlengrundlagen sind laut einer Sprecherin des SECO frühestens 2012 verfügbar. Es müssten erst die Daten einer neuen Volkszählung vorliegen, die Ende dieses Jahres aufgrund einer Registererhebung und einer Strukturerhebung auf Stichprobenbasis durchgeführt wird.

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