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Schuldenkrise im Euro-Raum lässt SMI unter 6500 Punkte rutschen

Börse verlor etwas an Boden

Börse verlor etwas an Boden

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Die Schuldenkrise im Euroraum und Spekulationen um eine mögliche Zinserhöhung in China haben die Aktien bereits früh unter Druck gesetzt.

Mit der Eröffnung an der Wall Street fielen die Kurse weiter ins Minus. Der Swiss Market Index (SMI) rutschte dabei unter die Marke von 6500 Punkten. Bei Börsenschluss lag er gegenüber dem Vorabend um 1,30 Prozent tiefer bei 6476,53 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 1,22 Prozent auf 5764,90 Punkte.

Im Fokus der Anleger standen die Schuldenprobleme in Irland. Die Unsicherheiten bezüglich der Finanzlage des Inselstaats und eines möglichen Ausweitens der Schuldenkrise auf weitere Staaten drückten unter anderem auf die Kurse des Finanzsektors. So gaben die Aktien der Bank Julius Bär um 2,4 Prozent nach.

Der Lebensversicherer Swiss Life tauchte um 2,4 Prozent, der Versicherungskonzern Bâloise um 2,2 Prozent und der Rückversicherer Swiss Re 2,2 Prozent. Tiefer als am Montag notierten auch die Titel der Credit Suisse und der UBS.

Die grössten Verluste unter den 30 grössten Titeln an der Schweizer Börse musste die Raffineriebetreiberin Petroplus (-5,8 Prozent) und der Ölbohrspezialist Transocean (-3,4 Prozent) hinnehmen. Petroplus seien aufgrund negativer Vorgaben aus dem US-Raffineriesektor unter Druck gewesen, hiess es im Handel.

Starke Abgaben ausgelöst hat die schwache Börsenlage auch bei einigen konjunktursensitiven Aktien: So mussten die Aktien des Agrarchemiekonzerns Syngenta (-2,8 Prozent), des Spezialchemieunternehmens Clariant (-2,3 Prozent), des Energietechnikkonzerns ABB (-2,9 Prozent) oder des Personalvermittlers Adecco (-2,3 Prozent) deutliche Verluste hinnehmen.

Bei den SMI-Schwergewichten Novartis (-0,2 Prozent) und Roche (-0,7 Prozent) hielten sich die Abgaben in Grenzen. Nestlé sanken dagegen mit -1,2 Prozent etwas stärker. Auf der Gegenseite konnten der Hörgerätehersteller Sonova (+2,7 Prozent) nach Bekanntgabe der Semesterzahlen deutlich zulegen.

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