Die Minister seien sich einig, dass ein Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit notwendig sei, wie das Volkswirtschaftsdepartement (EVD) in einer Mitteilung zum Besuch schreibt. Thema war demnach auch, wie sich der Handel und die Wirtschaftsinvestitionen zwischen den beiden Länder erleichtern liessen. Dazu gebe es auch konkrete Vorschläge.

Obwohl beide Minister nicht zuständig seien, hätten sie auch über den Steuerstreit zwischen der Schweiz und Italien geredet, sagte Schneider-Ammanns Sprecher Christophe Hans. Der frischgebackene Volkswirtschaftsminister habe den Standpunkt der Schweiz nochmals dargelegt.

Weitere Gesprächspunkte waren die Zusammenarbeit in Projekten wie etwa in der Bio- und Nanotechnologie sowie die Vorbereitungen Italiens für die Weltausstellung Expo 2015. Die beiden Minister möchten die Chancen, welche die Expo bietet, für Zusammenarbeit und Handel besser nutzen. Vor allem das Tessin hofft auf Mitwirkung.

Zur Schweizer Delegation gehörte auch die Tessiner Regierungsrätin Laura Sadis. Sie setzte sich beim italienischen Minister für die Wechselseitigkeit der bilateralen Verträge ein.

Das Treffen fand gemäss Mitteilung in "herzlicher Atmosphäre" statt. Es soll zu einer Fortsetzung kommen: Der italienische Minister nahm Schneider-Ammanns Einladung für ein Treffen in der Schweiz im ersten Halbjahr 2011 an.

Italien ist der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz. Das Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr 34 Mrd. Franken. Für Italien ist die Schweiz der achtwichtigste Handelspartner.

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