Das Freihandelsabkommen mit China beinhalte «eine Präambel auf UNO-Menschenrechtsbasis», sagt Schneider Ammann in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag». «Das ist keineswegs selbstverständlich.»

Er kontert damit die Kritik an der Menschenrechts-Situation und der sozialen Lage in China, die inzwischen in der Schweiz im Zusammenhang mit dem Abkommen aufgekommen ist. «Zudem widmet sich ein Kapitel im Vertrag der ökologischen Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Handel», betont Schneider-Ammann. «Und wir haben mit China ein Parallelabkommen zu den Sozialaspekten ausgehandelt.»

Schneider-Ammann betont, das zeige, «dass die Chinesen bereit sind, ihre Situation zu verbessern.» Der beste Beweis für ihn sei gewesen, «dass der chinesische Ministerpräsident in seinem NZZ-Artikel schrieb, er sei sich dem Menschenrechts-Aspekt bewusst und er wolle die Situation verbessern. Das ist erstmalig.»

Der Text von Chinas neuem Ministerpräsident in der NZZ sei für sein Verständnis überhaupt «einmalig». Schneider-Ammann: «Für einmal stehen wir ein bisschen im Rampenlicht. Wir wehrten uns für ein gutes Abkommen, gingen keine Konzesstionen ein, für die ich mich hätte verbiegen müssen.»