Die Übernahme erfolge auf den 1. Februar 2018, teilte Schmolz+Bickenbach am Montag mit.

Seine Übernahmepläne für das in finanziellen Schwierigkeiten steckende französische Unternehmen hatte Schmolz+Bickenbach nach Gerüchten Ende November publik gemacht.

Am 19. Dezember dann gab der Konzern bekannt, das er insgesamt 135 Millionen Euro in die Übernahme von Vermögenswerten des französischen Unternehmens Asco Industries stecken wolle. Mitte Januar erhöhte der Stahlkonzern seine Offerte gar auf 195 Millionen Euro.

Die Transaktion schliesse die Übernahme der wichtigsten Standorte von Asco Industries ein, schreibt Schmolz+Bickenbach weiter. An diesen Standorten werde die Mehrheit der Arbeitsplätze gesichert. Gleichzeitig würden neue Stellen bei Ugitech geschaffen, der grössten französischen S+B-Tochtergesellschaft.

Schwerpunkt Speziallangstahl

Die Produktionsschwerpunkte an den bisherigen Standorten von Asco Industries blieben die Herstellung und Verarbeitung von Speziallangstahl für die Marktsegmente Öl und Gas, Automobil und Maschinenbau sowie die Produktion von Kugellager-Stahl, heisst es weiter.

Der Erwerb erfolge im Zuge der Strategie, sich aktiv an der Konsolidierung der europäischen Speziallangstahlindustrie zu beteiligen. Reuters vermeldete, das Angebot der Schweizer Firma sei dem Angebot des anglo-indischen Liberty House vorgezogen worden.

Die Schweizer Börse hatte am Montagmorgen die Aktien des Stahlkonzerns vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen beantragte dies im Zusammenhang mit der gemachten Offerte für die Übernahme wesentlicher Teile von Asco Industries, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Das Unternehmen erwartete den Entscheid des französischen Gerichts. Die Aktien konnten vorübergehend nicht mehr gehandelt werden.

Mit rund 1400 Mitarbeitern erzielte Asco Industries 2016 einen Umsatz von 373 Millionen Euro. Der von Schmolz+Bickenbach mit 8900 Mitarbeitern erwirtschaftete Umsatz belief sich 2016 auf 2,3 Milliarden Franken.