Schienenfahrzeuge

Schmerzhaft: Stadler Rail verliert 130-Millionen-Auftrag in Lettland

Montagehalle der Stadler Rail Group in Bussnang (Symbolbild)

Montagehalle der Stadler Rail Group in Bussnang (Symbolbild)

Der Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler Rail hat einen millionenschweren Auftrag in Lettland verloren. Die Lieferung an die lettische Staatsbahn werde gestoppt, sagte Firmensprecher Tim Büchele. Er bestätigte damit eine entsprechende Meldung der «Handelszeitung».

Stadler Rail hatte die Ausschreibung im Juli dieses Jahres gewonnen. Gemäss Büchele handelte es sich dabei um das Leasen und den Unterhalt von rund 25 Triebzügen für mindestens 15 Jahre. Die Züge hätten einen Wert von rund 130 Mio. Franken. Zu den Leasing- und Unterhaltskonditionen nimmt Stadler Rail keine Stellung.

Als Grund des Rückzugs wird ein Wechsel der Führungsriege der lettischen Staatsbahn angegeben. Diese stehe dem Projekt kritisch gegenüber. Der Schienenfahrzeug-Hersteller des ehemaligen SVP-Nationalrats Peter Spuhler will aber noch nicht aufgeben. Stadler Rail werde die Legitimität der Entscheidung und die rechtlichen Möglichkeiten analysieren, sagte Büchele.

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