Zementindustrie

Schlechtes Wetter setzte Zementhersteller Holcim im ersten Halbjahr zu

Eine Zementfabrik von Holcim im Bündnerischen Untervaz (Archiv)

Eine Zementfabrik von Holcim im Bündnerischen Untervaz (Archiv)

Der Zementhersteller Holcim hat im ersten Halbjahr 2013 unter dem schlechten Wetter gelitten. Weil deshalb weniger gebaut werden konnte, schrumpften die Verkäufe von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt.

Insgesamt sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 9,649 Milliarden Franken, wie der grösste Zementkonzern der Welt am Donnerstag bekannt gab. Insbesondere in Indien, Kanada, Mexiko und Marokko habe die Nachfrage nicht den Erwartungen entsprochen. Deutlich besser sei hingegen das wirtschaftliche Klima unter anderem auf den Philippinen oder in Ecuador gewesen.

Das operative Ergebnis geriet ebenfalls unter Druck. Der betriebliche EBITDA fiel um 3,4 Prozent auf 1,819 MilliardenFranken. Schuld sei vor allem der Geschäftsgang in Indien, hiess es weiter.

Ganz leicht unter Erwartungen

Unter dem Strich konnte Holcim den Reingewinn indes um 23,8 Prozent auf 760 Millionen Franken verbessern. Zur Steigerung trug der Verkauf von 25 Prozent an Cement Australia bei. Den Aktionären verblieben davon 571 Millionen Franken. Das ist ein Anstieg um beinahe die Hälfte.

Damit hat Holcim die Erwartungen der Finanzgemeinde ganz leicht verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 9,77 Milliarden Franken und einem betrieblichen EBITDA von 1,827 Milliarden Franken gerechnet.

Fürs laufende Jahr erwartet der Konzern steigende Zementverkäufe. Bei den Zuschlagsstoffen und beim Transportbeton dürfte indes das Vorjahresniveau nicht erreicht werden. Unter ähnlichen Marktbedingungen dürfe für 2013 mit einem organischen Wachstum auf Stufe des betrieblichen EBITDA und Betriebsgewinns gerechnet werden, teilte Holcim weiter mit.

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