Industrie

Schlatter Gruppe will 10 Prozent der Stellen abbauen

Wirtschaftskrise beutelt auch Schlatter Gruppe

Wirtschaftskrise beutelt auch Schlatter Gruppe

Der von der Wirtschaftskrise hart getroffene Schweissanlagen- und Webmaschinenhersteller Schlatter konkretisiert seine Sparmassnahmen. «Es wird dabei leider auch zu einem Stellenabbau kommen. Wir rechnen mit etwa 10 Prozent der rund 500 Beschäftigten.»

Dies sagte Schlatter-Chef Jost Sigrist in einem Interview mit der Zeitung "Finanz und Wirtschaft": Schlatter wolle zudem noch stärker bei den Materialkosten sparen und weiteres Potenzial bei den operativen Kosten nutzen.

Am Donnerstag hatte das Unternehmen bekannt gegeben, für das laufende Jahr mit einem deutlichen Betriebsverlust und einer Halbierung des Umsatzes zu rechnen. 2008 hatte Schlatter 247 Mio. Fr. umgesetzt.

In den ersten sechs Monaten brach der Nettogewinn um 50 Prozent auf 68,3 Mio. Fr. ein. Der Auftragsbestand reduzierte sich gegenüber Ende 2008 um 42 Prozent auf 52,1 Mio. Franken.

Man sehe keine deutliche Verbesserung der Lage, sagte Sigrist: "Die Aufträge ziehen wieder langsam an, aber von einer tiefen Basis aus, und es wird dauern, bis sich diese Bestellungen materialisieren."

Sehr gut laufe der Schienenbau. "Der aktuelle Auftragseingang hat uns positiv überrascht", sagte Sigrist. Schwach entwickelten sich dagegen Anlagen zum Schweissen von Armierungsgittern. "Viele unserer Kunden sind Stahlproduzenten, die unter sinkenden Preisen und der Schwäche der Automobilbranche leiden."

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