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Schlappe für Emmi: Caffè Latte fliegt aus den Selecta-Automaten

Emmi-Chef Urs Riedener trinkt einen Caffè Latte

Emmi-Chef Urs Riedener trinkt einen Caffè Latte

Die Snack-Automaten-Betreiberin Selecta wirft per 1. Oktober den Emmi-Kassenschlager Caffè Latte aus den Regalen. Stattdessen setzt die Automatenfirma künftig auf das Konkurrenzprodukt Shakeria des ehemaligen Emmi-Marketingchefs Erich Kienle

Die Snack-Automaten-Betreiberin Selecta wirft per 1. Oktober den Emmi-Kassenschlager Caffè Latte aus den Regalen, wie Selecta-Schweiz-Chef Hanspeter Mohler gegenüber der Zeitung «Der Sonntag» bestätigt.

Nebst dem Umsatzverlust dürfte sich Emmi-CEO Urs Riedener aber vor allem über die Konkurrenz ärgern, welche Caffè Latte verdrängt. Denn dabei handelt es sich um den Milchshake Shakeria, der vor einem Jahr von Erich Kienle lanciert wurde. Kienle ist kein Unbekannter. Er war mehrere Jahre lang Emmi-Marketingchef und dabei unter anderem auch zuständig für die Lancierung des Blockbusters Caffè Latte, von dem der Milchkonzern dieses Jahr rund 90 Millionen Becher weltweit absetzen dürfte.

Nach seinem Abgang bei Emmi 2009 gründete Kienle seine eigene Firma Innoprax. Sein erstes Produkt: Shakeria. «Unser Vorteil gegenüber Caffè Latte ist, dass man Shakeria auch ungekühlt transportieren kann», sagt Kienle. «Dieses Konzept überzeugt den Handel.» Bereits heute ist Shakeria in 1200 Automaten erhältlich, ab 1. Oktober gibt es die Shakes in allen rund 2900 Automaten in drei Geschmacksrichtungen.

Zwei Caffè Lattes und ein Emmi-Energy-Milchdrink machen Platz. Pikant: Produziert wird Shakeria von der Migros-Industrie, dessen Chef Walter Huber früher CEO von Emmi war - und ehemaliger Vorgesetzter von Kienle. (rsn)

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