Das Urteil steht noch aus. Es wird voraussichtlich nächste Woche eröffnet, wie er Vorsitzende des Ausserrhoder Kantonsgerichts sagte.

Vor Schranken standen drei Serben. Sie waren über einen Vermittler gedungen worden, um im Auftrag eines neidischen Nachbarn dem 34- jährigen Bauern einen Denkzettel zu verpassen. Der Nachbar behauptete, der Bauer habe seinen Kühen Gift gespritzt und sie krank gemacht.

Ganze Familie verprügeln

Laut Auftrag sollte die ganze Familie - der Vater des Bauern, seine Frau und drei Kleinkinder - verdroschen werden. Die drei Schläger vereinbarten jedoch, nur den jungen Bauern zusammen zu schlagen und der übrigen Familie kein Leid anzutun, wie sie sagten.

Der Anstifter und dessen Gehilfen müssen sich in einem separaten Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht verantworten. Von ihnen forderten die Schläger nach Bezahlung von 17'500 Franken weitere 30'000 Franken. Bei der Geldübergabe wurden sie verhaftet. Der Anstifter hatte sich der Polizei gestellt.

Als Beweis, dass sie die Familie schonten, erklärten die Täter, sie hätten dem Bauern schon am Vortag abgepasst - ihn dann aber in Ruhe gelassen, weil sein Vater dabei gewesen sei.

Tags darauf schlugen dann zwei der Angeklagten den Bauern mit Fäusten und einem Stock mit Eisenteil zusammen. Der Mann erlitt eine Hirnverletzung, einen Nasenbeinbruch, eine Risswunde über dem Auge, eine Trümmerfraktur an der Hand sowie Prellungen am ganzen Körper. Er lag auf der Intensivstation, musste mehrmals operiert werden und leidet noch unter Angstzuständen.