Norovirus-Alarm

Schiff in Koblenz vorübergehend unter Quarantäne gestellt

Eine Elektronenstrahlenmikroskopaufnahme zeigt ein Norovirus (Archiv)

Eine Elektronenstrahlenmikroskopaufnahme zeigt ein Norovirus (Archiv)

Der Verdacht auf den Ausbruch eines Norovirus' auf einem deutschen Fluss-Kreuzfahrtschiff hat etwa 150 britischen Touristen den Jahreswechsel vermasselt. Anstatt vergnügt zu feiern, litten etwa 50 Gäste an Brechdurchfall. Das Schiff wurde vorübergehend unter Quarantäne gestellt.

Die meist älteren Passagiere hatten eine mehrtägige Kreuzfahrt gebucht. Sie wollten auf dem Schiff Silvester feiern und dort übernachten. Als am Freitagabend kurz nach Beginn des Fests mehrere Passagiere über die typischen Symptome der Norovirus-Erkrankung klagten, wurde die Polizei alarmiert.

Da das Norovirus hoch ansteckend ist, durfte niemand mehr das Schiff verlassen. Das Schiff musste in Koblenz, in der Nähe des Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein fliesst, Halt einlegen. Ein Mann wurde ins Spital eingeliefert. Er habe jedoch schon vorher an einer Nierenerkrankung gelitten, sagte der Polizeisprecher. Die restlichen Passagiere wurden an Bord von zwei Ärzten betreut.

Der Amtsarzt in Koblenz ging schliesslich von einer Norovirus-Infektion aus, die offenbar aber eher mild verlief. Die Quarantäne wurde am Samstagnachmittag aufgehoben, dem Schiff die Weiterfahrt nach Bonn erlaubt.

Dort sollten die Passagiere am Abend eintreffen. Die Behörden dort müssten selbst entscheiden, ob sie erneut eine Quarantäne verhängten oder das Verlassen des Schiffs erlaubten, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

Das Norovirus löst heftiges Erbrechen und Durchfall aus. Übertragen wird die Krankheit meist direkt von Mensch zu Mensch. Für Babys und ältere Menschen kann die Infektion gefährlich sein.

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